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Catweazle's Dana & Divine

 

bulletAugen auf beim Katzenkauf!
bulletMerkblatt zur Katzenaufzucht & Pflege
bulletEin Kätzchen kommt ins Haus - Tips & Infos zur Grundausstattung
bulletUmstrittenes Thema Frühkastration
bulletFrühkastration von Katzen - Sendung Herrchen gesucht Hessisches Fernsehen

 

 

Augen auf beim Katzenkauf!

Rassekatzen kosten Geld. Viel Geld in den Augen des normalverdienenden Zeitgenossen. Beachtet wird hier in erster Linie, aber immer nur der Anschaffungspreis, und viele Leute denken ernsthaft, daß sich alle Züchter eine goldene Nase damit verdienen,wenn sie einen Wurf mit mehreren Jungtieren im Haus haben.

Tatsächlich ist es jedoch so, daß der Verkaufserlöß nur einen Bruchteil der Kosten deckt, die durch eine seriöse Zucht entstehen.
Und wer nicht ohnehin über ein gesichertes Einkommen verfügt, sollte lieber die Hände davon lassen, denn schon mancher Züchterwurde durch die laufenden Kosten in der Katzenzucht an den Rand des Ruins gebracht.

Es gibt nicht wenige Züchter, die aus der Freude an der Sache heraus mit ihrer KatzeAusstellungen besuchen, erfolgreich sind und sich schließlich denken, sie könnten ihr Tier einmal decken lassen, um Junge aufzuziehen. Diese Leute haben bereits Meldegebühren für Shows bezahlt (zwischen 15-30 Euro Startgeld pro gemeldetem Tier), sind u.U. bis  ins Ausland gefahren, damit das Tier einen internationalen Titel bekommt, und haben
dabei Fahrt- und Hotelkosten gehabt und müssen nun, nachdem sie sorgfältig Stammbäume studiert haben, noch die Anfahrt und Deckkosten (je nach Kater und Rasse werden Beträge zwischen 300-800 Euro verlangt) zahlen.

Steht dann fest, daß die Deckung erfolgreich war, wird ein seriöser Züchter noch mehr als sonst auf eine ausgewogene Ernährung achten und seiner Katze Stärkungsmittel und evtl. auch geburtsvorbereitende homöopathische Mittel verabreichen

Glücklich ist dann derjenige, bei dessen Katze die Geburt unproblematisch verläuft.

Denn ist ein Kaiserschnitt mit der erforderlichen Nachbehandlung nötig, kommen schnell ein paar hundert Euro Tierarztkosten zusammen. Welpenaufzucht-Futtermittel und wiederum stärkende Nahrung und Mittel für die Mutterkatze sind ebenfalls häufig fällig.

Die ersten drei Lebenswochen der Kitten verlaufen verhältnismäßig ruhig. Danach beginnen die Kleinen, ihre Umgebung zu erkunden, und nicht selten entsteht dabei der eine oder andere Schaden, über den man aber nie ernsthaft böse ist, denn es gehört zur Aufzucht einfach dazu das mal was durch die lebhaften Kitten zu Bruch geht. Und wer kann so einem kleinen Geschöpf auch ernsthaft böse sein, wenn mal was kaputt geht?

Mit acht Wochen beginnen die ersten Impfungen. Gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche wird nun geimpft. Eventuell werden Tests gemacht, z.B. ob die Tiere leukosefrei sind, welche Blutgruppe sie besitzen, das Gehör einwandfrei funktioniert (bei weissen Tieren) etc.

Mit zwölf Wochen wird dann die erste Imfpung nochmals wiederholt und zusätzlich oftmals auch noch eine Tollwut- und Leukoseimpfung durchgeführt.   Alle zwei bis drei Wochen werden die Kätzchen und ihre Mutter entwurmt.
Allein die Tierarztkosten für gesunde Jungtiere belaufen sich je nach Tierarzt bei einem vollständig entwurmten, getesteten und geimpften Jungtier auf 150-250 Euro je Tier. Da nehmen sich die Kosten für Ahnentafeln (Stammbäume) , je nach Verein zwischen ca. 15-30 Euro je Tier schwankend, noch vergleichsweise harmlos aus.

Bei Verabreichung von hochwertigem Futter kann man sich auch gut vorstellen, was eine solche Rasselbande bis mindestens zur 12. Lebenswoche - vorher wird kein seriöser Züchter seine Tiere abgeben - vertilgt.

Nun haben aber die wenigsten Züchter - besonders am Anfang - Wartelisten oder können ihre Katzenkinder nur durch Mundpropaganda an den neuen Besitzer bringen.

Im Vorfeld wurden Visitenkarten gedruckt, die auf Ausstellungen verteilt werden. Hin und wieder meldet sich zwar darauf ein Interessent, jedoch muß man immer wieder beobachten, daß die Karten nur so zum Spass gesammelt werden und häufig dann schon vor der Ausstellungshalle wieder im Gebüsch oder dem Papierkorb landen.
Also bleibt dem Züchter nicht übrig als  u.a. Anzeigen in den Fachzeitschriften, lokalen Tageszeitungen oder dem Internet zu schalten.

Will man in speziellen Katzenzeitschriften inserieren und in der Fülle der Angebote mit einem Foto auffallen, so ist man mit etwas Text auch schnell 50-75 Euro pro Ausgabe los.

In Tageszeitungen wird man häufig auch als Hobbyzüchter wie ein Gewerbetreibender behandelt und zahlt den entsprechend höheren Zeilenpreis.
Zwei Zeilen in einer Samstagsausgabe kosten dann schnell 30 Euro, und u.U. inseriert der Züchter auch wöchentlich in mehreren Zeitungen.
Kommen dann Anfragen, die nicht aus dem nächsten Umfeld stammen, wird man Fotos schiessen, Stammbäume der Elterntiere kopieren und das ganze per Post an den Interessenten verschicken.

Die Zucht wird auch nicht dadurch "profitabler", daß man mehrere potente Katzen und einen eigenen Kater hält. Schließlich müssen auch diese Tiere erst wieder Titel auf Ausstellungen erwerben, sie müssen gepflegt, ernährt und tierärztlich versorgt werden.

Seriöse Vereine machen ihren Züchtern zur Vorschrift, daß mit Katzen, die jünger als 1 Jahr sind, nicht gezüchtet werden darf. Ausserdem ist es nicht zulässig der Katze mehr als 3 Würfe in 2 Jahren besser noch max. 1 Wurf jährlich zuzumuten.

Ein Züchter, der es gut mit seinen Tieren meint, wird ihnen immer längere Schonungsphasen zwischen den Würfen zugestehen.

Einem Züchter ist es durchaus auch nicht immer möglich, mit neu zugekauften teuren Zuchtkatzen (bei bestimmten Rassen -oft auch Importtiere aus Übersee - werden für Zucht- und Showtiere bis zu 2000 Euro bezahlt) zu züchten;  oftmals treten bei Katzen Fruchtbarkeitsprobleme bis hin zur Gebärmuttervereiterung auf und es bleibt dem Züchter nur die Kastration des ehemals vielversprechenden Zuchttieres übrig.

Da man normalerweise in der Zeit des Zusammenlebens eine emotionale Bindung - auch zu einem zugekauften Tier aufgebaut hat, wird man es sofern es sich nach der Kastration immer noch in der Gemeinschaft wohlfühlt, nicht gleich abgeben sondern ihm möglichst einen Platz im eigenen Heim bewahren wollen.

Kein seriöser Züchter wird seine Tiere nur als Zuchtmaterial ansehen, mit dem er seine Profilierungssucht stillt und seinen Geldbeutel auffüllt.
Selbstverständlich verursachen auch die Kastraten im Unterhalt die gleichen Kosten wie ihre potenten Artgenossen. Oftmals im Alter noch mehr, durch die zusätzliche Gabe von Spezialfutter oder Zusatzpräparaten für Senioren.
Schauen Sie sich daher ruhig mal bei den Züchtern Ihrer Wahl um, ob auch einige Kastraten mit in der häuslichen Gemeinschaft leben.

Die Zucht von Katzen kann ein wunderschönes Hobby sein.
Einem Züchter der mit Herz und Seele bei der Sache ist, wird es kaum etwas ausmachen, daß er auf Urlaubsreisen oder sonstige Vergnügungen weitestgehend verzichten muß und der Unterhalt für mehrere Tiere leicht ein paar hundert Euro im Monat verschlingt.

Man sollte vor allem nicht nur den Kaufpreis des Wunschtieres betrachten.  Nicht selten weckt der oftmals hoch erscheinende Preis falsche Hoffnungen bei denjenigen Zeitgenossen, die glauben mit einer Zucht den schnellen Euro auf Kosten der Tiere machen zu können.

Solche Menschen kaufen meist überstürzt mehrere Katzen und versuchen möglichst schnell mit wenig Aufwand in Arbeit, Zeit und Geld Katzennachwuchs meist schon mit wenigen Wochen an die neuen Besitzer abschieben zu können, weil die Kitten ab der 8. Lebenswoche nicht nur
erhöhten Futterbedarf haben sondern auch noch Kosten für Impfungen etc. anfallen würden.

Das Resultat sind dann unsoziale und meist kränkliche Jungtiere die ausser vieleicht rein äusserlich, nichts mit einem liebevoll aufgezogenen und gut sozialsiertem Katzenkind aus seriöser Zucht gemeinsam haben und schlimmstenfalls noch an Erbkrankheiten dahinsiechen weil der sogenannte "Züchter" selbstverständlich weder Ahnung von der Rasse und ihren  jeweiligen Problemen als auch der verantwortungsbewussten Zucht an sich hatte.

Glücklicherweise informieren sich aber die meisten Katzenliebhaber heutzutage umfangreich über das Internet oder auch bei Zuchtverbänden bevor sie sich für ein Kätzchen entscheiden mit dem sie glücklich möglichst die nächsten 20 Jahre verbringen möchten.

Falls Sie sich für ein Rassetier interessieren, beachten Sie deshalb bitte folgendes:

- Bei extrem günstigen Tier-Angeboten bitte Augen auf und Verstand einschalten! Seriöse Aufzucht hat ihren Preis und sogenannte "Billigangebote" gibt es nicht ohne den den berühmten Haken!-

-Trotzdem: Ein hoher Preis für ein Jungtier garantiert selbstverständlich nicht die Seriösität eines Züchters!

Seien Sie bitte vorsichtig, wenn Sie in dem gesamten Haushalt eines Züchters nur einen einzigen "Verkaufsraum" zu sehen bekommen, in dem eine Auswahl an Jungtieren auf Sie wartet.  Bitten Sie um Einsicht darüber wo und wie die Katzenkinder aufwachsen und lassen Sie sich auch jeden Fall das Muttertier und die Unterbringung der Kitten zeigen! Katzenhaltung hinterlässt Spuren. Wenn alles übertrieben gepflegt aussieht, können Sie davon ausgehen, daß die Tiere diesen Raum normalerweise nicht betreten dürfen und  höchstwahrscheinlich in einem abgetrennten Bereich oder Raum aufgezogen werden.

Solche Jungtiere haben dann oftmals keine Erfahrung mit Haushaltsgeräuschen (Staubsauger, TV, Besucher etc.) und werden sicher beim Umzug keine Gelassenheit an den Tag legen sondern eher die ersten Wochen unter ihrem Bett oder Schrank verbringen und u.U. ihr Leben lang diesen "Makel" mit sich führen.

Natürlich sollte der Haushalt einen sauberen Eindruck machen und nicht völlig verdreckt sein, oder extrem nach Urin oder Fäkalien riechen. Auch sollten die Katzen einen sauberen, fröhlichen und vor allem gepflegten Eindruck machen. 
Fragen Sie auch nach wie der Deckkater gehalten wird - falls der Züchter einen eigenen besitzt - und vor allem, wo er sein Dasein fristet. Keller, Dachboden oder fensterlose Räume sind keine geeignete Unterkunft für ein Tier!
Als Käufer kann man davon ausgehen das Menschen, die Tiere unter solch unwürdigen Umständen halten nicht wirklich zu den liebevollen Hobbyzüchtern zählen, von denen man sich sein Traumkätzchen wünschen würde.

- Ein Züchter der nur wenige Katzen hält muß nicht unbedingt seriöser erscheinen als ein Züchter, der mehrere Katzen besitzt.
Während ein Züchter mit 5 oder 6 Katzen problemlos 5-6 Würfe pro Jahr haben könnte (je Zuchtkatze 1 Wurf jährlich) , könnte ein Züchter mit nur 2 oder 3 Katzen durchaus ebenfalls jährlich die gleiche Menge Würfe im Haus haben, indem er die Katzen mehrmals jährlich eindecken lassen würde. Da diese Praxis von den Vereinen nicht geduldet wird, werden solche Züchter ihre Tiere nur ohne Papiere (Stammbäume) anbieten können da die Vereine solchen Würfen keine Stammbäume ausstellen werden, da sie die Ausbeutung der Zuchtkatzen in einem solchen Fall nicht unterstützen würden.

Deshalb kaufen Sie bitte nur Rassetiere mit Stammbaum (Papieren). Es ist die einzige Möglichkeit die Zuchttiere vor Missbrauch und Ausbeutng zu schützen! Züchter, die ohne Verein und Papiere züchten, haben etwas zu verbergen! Nicht die Stammbäume sind es die den Preisunterschied
zu Katzen mit Papieren ausmachen (pro Katze etwa 15-20 Euro) sondern die billige Aufzucht und oftmals viel zu frühe Abgabe der Jungtiere, die ab der 8. Lebenswoche deutlich teurer in der Aufzucht werden und möglichst schnell aus dem Haus müssen.

Solche "Vermehrer" sind zwar die unrühmliche Ausnahme, man findet aber leider doch eine ganze Menge davon sowohl in den örtlichen Tagesblättern als auch im Internet, deshalb bitte Augen auf und den gesunden Menschenverstand einschalten und sich nicht auf der Suche nach dem Wunschkätzchen von dem süssen Nachwuchs verzaubern lassen ohne zu hinterfragen unter welchen Umständen die Tiere aufgezogen wurden und wann und wie sie das Haus verlassen werden.

- Lassen Sie sich Impfausweise und ggfs. Testbescheinigungen sowohl der Jungtiere als auch der Elterntiere zeigen.
Achten Sie darauf, daß die Pässe korrekt und vollständig auf das Tier passend ausgefüllt wurden und sich hinter jedem Impfeintrag im Paß nicht nur die Unterschrift des Veterinärs, sondern auch vor allem ein gültiger Impfaufkleber befindet. Dieser gehört zwingend zu jeder Impfportion die der Tierarzt dem Tier verabreicht. Fehlt dieser, wurde das Tier entweder gar nicht oder mit gestrecktem Impfstoff geimpft und der Impfschutz ist dadurch nicht gegeben.

Deshalb nochmals die Bitte an Sie:
Machen Sie nicht einzig und alleine den Anschaffungspreis eines Jungtieres zum Kaufkriterium!

Mit der Suche nach der „billigen Ware Rassetier" fördern Sie die unwürdige Massenzucht sowie die Importe von oftmals genetisch kranken oder infizierten Jungtieren u.a. aus osteuropäischen Ländern, die dann schlimmstenfalls innerhalb kürzester Zeit qualvoll verenden oder andere in ihrem Haushalt lebenden Tiere und Menschen infizieren könnten.

Besuchen Sie möglichst verschiedene Zuchten, aber bitte nicht am gleichen Tag. So könnten Sie ungewollt zum Überträger von Viren oder teils tödlichen Bakterien zwischen den einzelnen Zuchten werden, sollte die Katzen der zuerst besuchten Zucht unter einer ansteckenden Krankheit leiden. Die verantwortungsbewussten Züchter werden Ihnen dafür danken!

Bitte besuchen Sie auch niemals einen Züchter mit Jungtieren wenn Ihr eigenes Kätzchen gerade an einer Virusinfektion z.B. Seuche oder FIP gestorben ist. Das könnte das Todesurteil für alle Katzenkinder in der Zucht bedeuten, da diese noch keinen eigenen Impfschutz besitzen! Seien Sie bitte so ehrlich und verantwortungsbewusst wie Sie es sich vom Züchter Ihres Kätzchens wünschen.

Nehmen Sie sich Zeit bei der Auswahl Ihres neuen Hausgenossen, denn schließlich sollen Sie doch viele wunderschöne Jahre miteinander verbringen und da ist nichts wichtiger als das der  "Funke" zwischen Mensch und Tier überspringt! Noch ein Tip zum Schluss:
Oftmals ist es auch eine gute Idee den Züchter zu besuchen während er keine abgabebereiten Jungtiere im Haus hat. Dann hat man als Interessent eher Zeit und Muse sich im Züchterhaushalt in Ruhe umzusehen und einen Eindruck von den Tieren und der Haltung zu bekommen als wenn man durch supersüssen Nachwuchs abgelenkt wird ;-)

 

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Merkblatt zur Katzenaufzucht und Pflege

Liebe Katzenfreunde,

sehr oft bekomme ich Fragen über den Umgang mit dem neuen Hausgenossen gestellt.

Dieses Merkblatt soll Ihnen die häufigst gestellten Fragen bzgl. Haltung und Pflege Ihres Kätzchens beantworten.

Ich hoffe es gibt Ihnen eine kleine Hilfestellung. Bei weiterführenden Fragen stehe ich Ihnen natürlich selbstverständlich auch persönlich zur Verfügung.

 Also dann ran an den praktischen Teil:

Vorerst sollten Sie sich einmal in die Lage des Tieres zu versetzen versuchen.

Sie werden behütet und gepflegt und befinden sich im Kreis Ihrer Familie. Sie haben Geschwister, die mit Ihnen spielen, eine Mutter die Sie mit Wärme und Schmuseeinheiten beglückt und darauf achtet das Sie in den ersten Wochen Ihres Lebens genügend Nahrung zu sich nehmen.

Dann kommt der große Augenblick in dem Sie von jetzt auf gleich in eine völlig andere Lebenssituation geraten.
Sie sind plötzlich völlig alleine. Keine Familie mehr, die vertraute Umgebung verloren. In einem Katzenkorb treten Sie in eine für Sie absolut fremde neue Welt ein. Neue Geräusche, Gerüche, Perspektiven. Neue fremde Menschen und Tiere die Sie im neuen Zuhause erwarten..........

Dies alles diente lediglich dazu ein wenig Verständnis für das neue Wesen in Ihrem Haushalt zu wecken.
Mir liegt sehr viel daran das sich zwischen Ihnen und dem Kätzchen eine harmonische Beziehung aufbaut und dazu gehört meines Erachtens zuallererst Verständnis auf beiden Seiten.  Das Kätzchen bringt Ihnen von Anfang an vollstes Vertrauen entgegen, denn Sie sind sein neuer Lebensmittelpunkt im neuen Heim. Es bleibt ihm ja auch nichts anderes übrig als sich Ihnen bedingungslos anzuvertrauen.

Bitte missbrauchen Sie dieses Vertrauen nicht!

Haben Sie bitte Verständnis dafür, das sich das Kätzchen unter Umständen in der ersten Nacht im neuen Heim einsam fühlt und nach seiner Familie ruft. Gönnen Sie dem kleinen Kerlchen bitte in der Nacht ein wenig Gesellschaft, lassen Sie die Tür zu Ihrem Schlafzimmer offen damit das Tier merkt das es nicht völlig alleine in der fremden Umgebung ist. Es wird sich sehr viel sicherer und wohler fühlen, wenn es nicht in Einsamkeit die erste Nacht verbringen muß.  Ich danke Ihnen schonmal im Voraus im Namen des Babies für Ihr Verständnis!

So nun kommen wir endlich zur Ankunft im neuen Heim:

Wir bringen unsere Katzenkinder grundsätzlich immer persönlich ins neue Zuhause.

Um die Eingewöhnung – auch geruchlich – einfacher zu gestalten, pudern wir das Kätzchen mit Babypuder ein und machen das bei Ankunft im neuen Zuhause auch mit den dort lebenden Katzen.  Somit ist die erste Hürde – nämlich der fremde Geruch des neuen Tieres – nebensächlich geworden.

Da unsere Katzen keinerlei schlechte Erfahrungen mitbringen, steigen sie im Normalfall völlig unbelastet aus dem Katzenkennel und schauen sich mit grossen Augen die Umgebung an.  Meist geschieht innerhalb der ersten Minuten auch das Zusammentreffen mit den im Haus lebenden anderen Katzen was
meist mit Gefauche und Geknurre einhergeht.  Immerhin verteidigt die Katze ihr Territorium in das nun so ein kleines Geschöpf ohne Vorwarnung eindringt.
Aber keine Angst: Wir stehen ihnen in den ersten 1-2 Stunden der Zusammenführung bei und können die Situation meistern.

Das Katzenkind lernt sehr schnell wo die Toilette und der Fress-/Wassernapf steht und findet sich meist innerhalb kürzester Zeit problemlos zurecht. Allerdings sollte sich sowohl die Toilette als auch das Futter möglichst für die ersten 2-3 Tage auf einer Etage (z.B. in einem Haus) befinden damit sich das Katzenkind nicht gleich verläuft und u.U. die Toilette nicht mehr findet.  Auch ist es sinnvoll das Kätzchen in den ersten beiden Tagen immer mal ans Fressen und auf die Toilette zu setzen damit es sich schneller zu orientieren lernt.

Haben Sie bitte etwas Geduld, die kleinen Tiere sind überaus neugierig und werden gerne die Umgebung erkunden und die Nähe der Menschen und anderen Katzen suchen.

Den Fressnapf bitte nicht direkt neben die Toilette plazieren! Katzen sind sehr reinlich und durchaus geruchsempfindlich.  Sie möchten doch sicher auch nicht direkt neben der Toilette speisen.

Die Wasserschüssel – besser noch zwei Schüsseln – stellt man nicht direkt neben den Fressnapf sondern besser einige Meter davon entfernt. Katzen mögen es von Natur aus nicht neben der Futterstelle zu trinken.

Die ersten Tage wird das Kätzchen noch etwas vorsichtig herumschleichen und sich alles ganz genau ansehen. Sie werden mit jedem Tag merken wie die Selbstsicherheit des Katzenkindes zunimmt und es täglich kecker und aufgeweckter wird.

Spätestens wenn Ihr neuer Hausgenosse am Abend erschöpft von der großen neuen weiten Welt irgendwo zusammengekuschelt einschläft haben Sie sich auch die ersehnte Ruhe verdient.

So und nun noch die häufigst gestellten Fragen in Anschluß:

1.) Was frisst das Kätzchen?

Bei uns wird ausschliesslich Nutro Max-Cat, Cat Exclusive Kitten (amerikanische Futtersorten die man gut bei  Zooplus.de im Internet direkt bestellen kann) und Schmusy Fisch als Nassfutter sowie Hills Science Diet for Kitten Trockenfutter sowie Cat Exclusive Trockenfutter gefüttert.

Nassfutter morgens und abends jeweils frisch, Trockenfutter sollte den ganzen Tag immer ausreichend zu Verfügung stehen.

Wasser natürlich bitte auch 2x täglich frisch einfüllen (bitte nicht neben den Futterschüsseln plazieren!)

- Hühner, gekocht / gegrillt aber ohne Knochen!
- Fisch gekocht, gedünstet - niemals roh!
- Puten-/Kaninchenfleisch
- Rindfleisch (vorsicht BSE)
- Gemüse zart gedünstet z.B. unters Futter (kein Kohl/Bohnen)
- Salat fein geschnitten
- Reis, Kartoffeln oder Vollkornnudeln (kleine Mengen)
- Käse weich und hart
- Sahne, Butter ganz wenig (vorsicht Durchfall!), hilft aber beim Rauswürgen der aufgenommenen Haare.
- Eier gekocht, Dotter auch roh (kein rohes Eiweiß!)
- Vitaminpaste und Tabletten
- gewürzt werden die Speisen mit Meersalz, Knoblauch (gut gegen Flöhe), frische Kräuter, Hefeflocken.

2.) Was darf das Kätzchen keinesfalls fressen?

 - Bitte keinesfalls Hundefutter verwenden, es besitzt völlig andere Inhaltsstoffe!
- Des weiteren darf die Katze keinesfalls Schweinefleisch zum Verzehr bekommen (wg.der tödlichen Aujeszkyschen Krankheit)!
- Auch keine Wursterzeugnisse aus Schweinefleisch z.B. Schinken
- Schokolade, Süssigkeiten
- Kohlarten ausser Brokkoli

 3.) Womit spielt das Kätzchen?

Mit allem! Im Handel wird Spielzeug für alle Lebenslagen angeboten. Am besten geeignet ist Sisalsspielzeug.
Die kleinen Fell-Spielzeugmäuse werden auch gerne erlegt. Selbstverständlich sind auch die beliebten Feder- oder Lederwedel ein gern genommenes Spielzeug!
Ansonsten kann man am einfachsten kleine Kügelchen aus Alufolie zusammenrollen und dem Tier zum  Nachlaufen hinwerfen. Viele lernen sehr schnell das Apportieren von Spielzeug.

Bitte niemals Geschenkband oder Wollknäuel zum Spielen anbieten! Dieses wird oft gefressen und kann sich um den Magen/Darm wickeln und einen Darmverschluss verursachen der das Leben des Kätzchens kosten könnte!

 4.) Worauf muß ich besonders achten?

Bitte achten Sie vor allem darauf das Tier niemals mit gekipptem Fenster alleine zu lassen!
Sehr viele Katzen sind schon in dieser tückischen Falle gestorben beim Versuch rauszukommen. Allerdings gibt es mittlerweile schon Sperren im Fachhandel zu kaufen, die das Einklemmen des Tieres verhindern.

Die nächste große Gefahrenquelle ist eine gefüllte Badewanne oder eine geöffnete Toilette!
Viele Jungtiere sind darin bereits unglücklicherweise ertrunken.

Ebenso gefährlich ist  auch eine heisse Herdplatte, die zu ernsthaften Verletzungen führen kann sollte das Kätzchen vom Boden aus daraufspringen.
Bedenken Sie bitte immer die Neugier des Tieres und unterschätzen Sie nicht dessen Sprungkraft. Und die sprichwörtlichen 9 Leben haben sie nachweislich nicht!

Das gleiche gilt für giftige Substanzen im Haushalt.
Denken Sie bitte daran, daß eine Katze sich auch durch z.B. Bohnerwachs - das durch das Ablecken ihrer Pfoten in den Kreislauf gelangt - vergiften kann.

Auch bitte eine Katze niemals unbeaufsichtigt am offenen Fenster oder dem unvergitterten Balkon sitzen lassen!

Sie springen nach Vögeln und erkennen im Jagdtrieb nicht das sie u.U. im fünften Stock sitzen....

5.) Wann muß das Tier geimpft werden und wogegen?

Die Tiere werden bei uns vollständig gegen Schnupfen/Seuche (Komibimpfung) geimpft und entwurmt.  Diese Impfung muß 1x pro Jahr wiederholt werden.

Als weiterhin notwendig erachte ich die Leukoseimpfung, allerdings erst im Alter ab 6 Monaten erstmalig.  Diese Erkrankung verbreitet sich leider auch ziemlich explosionsartig in Deutschland.

Falls Sie das Tier nach draussen lassen wollen, ist eine Tollwutimpfung sowie ein Ungezieferschutz unumgänglich. Bitte keinesfalls in den ungesicherten Freilauf!

Das Risiko für das Tier an einer tödlichen Erkrankung wie z.B. FIP oder Katzenaids beim Kontakt zu fremden Katzen zu erkranken oder auch weggefangen, vergiftet oder angefahren zu werden ist grösser als man Allgemein denkt.  Nicht umsonst liegt die Lebenserwartung bei Freigänger-Katzen nur bei etwa 4 Lebensjahren!

Ein glückliches, sicheres und hoffentlich langes Katzenleben erreichen diese Tiere ausschliesslich im häuslichen Umfeld mit gesichertem (eingezäunten) Freigang!

6.) Wann muß entwurmt werden?

Das Kätzchen sollte  ½ jährlich entwurmt werden.
Es steigert das Wohlbefinden und sorgt für ein glänzendes schönes Fell des Tieres. Banminth (erhältlich in der  Apotheke mit Rezept) kann ich Ihnen empfehlen.   Die Paste wird einfach ins Mäulchen - direkt hinter den Eckzahn gespritzt (vorsicht nicht zu viel auf einmal denn die Katzen versuchen es sonst auszuspucken). Mindestens jedoch muss spätestens etwa 1 Woche vor der Nachimpfung entwurmt werden.

So, falls Ihnen nun noch die eine oder andere Frage auf der Seele liegt, zögern Sie nicht sie zu stellen.  Ich bemühe mich gerne Ihnen weiterzuhelfen um das Zusammenleben zwischen Ihnen und Ihrem neuen „Lebensgefährten“ möglichst harmonisch zu gestalten.

 7.) Literaturtips

Sollten Sie noch Interesse Literatur zum Thema Katzengesundheit haben.
Es gibt ein tolles Buch mit dem Titel: „Unsere Katze – gesund durch Homöopathie“ von H:G. Wolff – erschienen m Sonntag Verlag.  Dieses Buch ist für Katzenbesitzer wirklich sehr empfehlenswert denn es informiert leicht verständlich über Katzenkrankheiten, 1. Hilfe etc.

Selbstverständlich stehe ich gerne für Fragen zur Verfügung!
Auch freue ich mich immer sehr ab und an mal ein Bild der Süssen von den neuen Besitzern zu erhalten und zu hören wie es dem Kätzchen im neuen Heim so ergeht.

Schliesslich wünschen wir uns nichts sehnlicher als das unsere Babies ein superschönes, langes Leben bei Menschen verbringen, die ihnen in die Seele sehen können und sie gebührend mit Liebe und Zuneigung überschütten.

Kurz und knapp – einfach nur das Beste, denn sie haben es verdient!

Silke Schreuder
Catweazle’s Heilige Birma & Maine Coon

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Ein Kätzchen kommt ins Haus - Tips & Infos

 

Die Anschaffung einer Katze sollte gründlich überlegt sein, da Katzen bei guter Pflege etwa ein Lebensalter von 15-20 Jahren erreichen können.

Oftmals bedenkt man „nur“ die Anschaffungskosten sowie die Kosten für Impfungen und Gesundheitsvorsorge.
Nicht unterschätzen sollte man allerdings die Kosten und den Aufwand für das tägliche Wohl der Tiere!

Als langjähriger, verantwortungsbewusster Katzenfreund und Züchter möchte ich nachfolgend einmal eine Aufstellung zur benötigten Katzen-Erstausstattung und den entstehenden Kosten machen um besonders  Neulingen auf das Leben mit einem oder besser zwei Kätzchen (sie sollten möglichst nicht alleine gehalten werden), vorzubereiten.  Die aufgelisteten Artikel verwende ich alle selbst und kann sie aus diesem Grund auch guten Gewissens weiterempfehlen.

Kommen wir also einmal zu den dringend notwendigen Anschaffungen und Kosten. Die von mir veröffentlichten Preise sind bitte nur als Richtwerte zu verstehen, da die von Anbieter zu Anbieter variieren können.  Aktuelle Preise finden Sie online z.B. bei Zooplus.de - dem Internet Tierfachgeschäft.

FUTTER:

Gerade beim Katzenfutter gibt es enorme Unterschiede.
Soll man der Katze Nass- oder Trockenfutter anbieten? Es gibt grosse Unterschiede im Preis und Inhaltsstoffen,die nicht nur den Neu-Katzenbesitzer verwirren.  Auf den ersten Blick fühlt sich der Katzenhalter oft von dem Überangebot an Futtersorten der verschiedensten Hersteller überfordert und kann nicht verstehen warum Futter A mit Rind z.B. nur 0,65 Cent , Futter B dagegen aber in gleicher Menge leicht 2 Euro kosten kann.

Grundsätzlich lässt sich das kurz und bündig beantworten: „Die Inhaltsstoffe sind die Knackpunkt!“

Schauen Sie einmal beim Einkauf von Katzenfutter auf die Inhaltsstoffe und den angegebenen Fleischanteil auf der Dose. Bitte vermeiden Sie im Interesse ihres Tieres Futter mit einem Fleischanteil von ca. 4% zzgl.  Tiernebenerzeugnissen zu kaufen.
Leider sind es gerade die bekannten Marken wie Whiskas, Kitekat, Felix etc. die den Anschein von Qualität mit grossen Werbekampagnen erwecken. Lassen Sie sich bitte nicht täuschen und vertrauen Sie nur auf die Inhaltsangaben auf den Verpackungen!  Die Katze scheidet bei diesen Futtermitteln 98% nahezu unverdaut wieder aus, da der Körper diese Nahrung grossteils überhaupt nicht verwerten kann!

Auch stellt sich bei genauerer Betrachtungsweise schnell heraus das dieses auf den ersten Blick kostengünstigere Futter durch die benötigte Futtermenge das Gleiche wenn nicht sogar mehr kostet als qualitativ hochwertiges Premiumfutter!
Qualitativ hochwertiges Futter besitzt einen Fleischanteil von mindestens 20% - besser natürlich höher und vor allem keinen Zucker/Karamellanteil der den Katzen auf Dauer nicht nur an den Zähnen schadet (Herz, Niere, Leber etc.).

Bei Verwendung  von Premiumfutter brauchen Sie erheblich weniger Futter um das Tier satt zu bekommen als bei den minderwertigen 4% Sorten.  Dadurch sind die entstehenden Kosten beim Futterkauf auch nur auf den ersten Blick höher.  Schliesslich müssen sie davon weit mehr fressen um das Gefühl von Sättigung zu erhalten.

Das Tier dankt es Ihnen auf Dauer auch mit guter Gesundheit, Wachstum und gestärkten Abwehrkräften!

Ein besonders positiver Nebeneffekt ist ausserdem die gute Verdauung des Tieres.  Die ausgeschiedene Kotmenge wird erheblich geringer, die Geruchsbelästigung durch Blähungen oder auch stinkendem Kot ist gebannt und zusätzlich verringert sich natürlich auch die Katzenstreu-Menge und damit wiederum die Kosten dafür.

So, dies nur vorab. Nun komme ich einmal zu den bei mir verwendeten Futtersorten und der Fütterungsempfehlung:

Grundsätzlich ist ein hochwertiges Trockenfutter gerade für Katzenkinder notwendig, da die Kitten gerade im  Knochen- und Organwachstum einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Nährstoffen haben.  Wir verwenden ausschliesslich:

1.) Hill's Feline Growth Trockenfutter - Alleinfutter für Katzenwelpen mit Huhn.
- 500 g  Euro 4,60
- 2 Kg  Euro 16,10
- 5 Kg  Euro 31,70
- 10 Kg Euro 50,10

2.) Cat Exclusive Kitten
Vollwertiges Trockenfutter für Katzenmütter in der Trächtigkeit und Säugezeit und für Katzenjunge vom Absetzen bis zum Alter von 12 Monaten
- 550 g  Euro 4,60
- 3 kg  Euro 16,36
- 7,5 kg Euro 34,26

3.) Nutro Max Kitten
Vollkost für Katzenwelpen und heranwachsende Kätzchen im ersten Lebensjahr
- 500g Euro 6,16
- 2kg Euro 15,85
- 9kg Euro  53,00

Bei erwachsenen Katzen kann ich ebenfalls die Produkte von HILLS, Nutro, Cat Exclusive und IAMS empfehlen!  Diese Futtermittel sind alle ausgewogen und sorgen für eine gesunde, ausgewogen ernährte Katze.

Trockenfutter sollte dem Tier ganztägig zur Verfügung stehen.
Am besten man stellt eine Schüssel frei zugänglich auf und lässt sie immer leicht gefüllt stehen damit das Tier jederzeit Nahrung aufnehmen kann. Vorausgesetzt natürlich es handelt sich nicht um ein übergewichtiges Tier.

Natürlich muss ebenfalls eine - besser mehrere Schüsselchen - Wasser zur Verfügung stehen um den Durst zu stillen.
Das Wasser bitte nicht direkt neben die Futterschüsseln plazieren, das mögen Katzen nicht Leider neigen besonders Hauskatzen dazu generell zu wenig zu trinken und dadurch erhöht sich die Gefahr von Nierenschäden!

Lieber in anderen Zimmern verteilen oder mindestens 3-4 m vom Futter entfernt.

Besonders bewährt haben sich Trinkquellen wie z.B. der Freshflow Trinkbrunnen (auch über Zooplus.de oder im Fachmarkt erhältlich!) Die Tiere lieben es fliessendes Wasser zu sich zu nehmen und durch den eingebauten Filter ist das Wasser auch immer hygenisch. Vorsicht beim trinken aus den beliebten Zimmerbrunnen. Oftmals setzen sich dort Bakterien und Viren fest da diese Steine meist nicht hygenisch gereinigt werden können.

Zusätzlich empfehle ich die Fütterung von Nassfutter morgens und abends.

Wir verwenden für unsere Tiere die folgenden Sorten:

1.) Nutro Max Cat Nassfutter - im 6er Pack
- Kitten Huhn und Seefisch,5x156g  Euro 8,40

2.) Cat Exclusive 6 x 156 g
Kitten Euro 7,69

Natürlich sind auch diese Sorten für erwachsene Katzen erhältlich und ebenso empfehlenswert.

Leider gibt es die meisten dieser Premiumfuttersorten kaum oder gar nicht im Fachhandel.
Es sind amerikanische Hersteller, die meist nur über das Internet zu bestellen sind.
Die grossen Futtermittelketten wie z.B. Fressnapf, WEWO oder Superpet haben sich aber nun glücklicherweise
schon umgestellt und man kann dort diese Futtersorten ebenfalls beziehen.

Wir sind Zooplus-Kunden und können es nur empfehlen dort Tierfutter einzukaufen.
Man bekommt das Futter, Streu und Zubehör an die Haustür geliefert. Wirklich sehr bequem

Interessiert? Dann klicken sie auf den nachfolgenden Link:

http://www.zooplus.de?ID=7161451

Sollten Sie noch detaillierte Informationen zu den Inhaltsstoffen und den Futtermitteln benötigen.  Im Internet gibt es auf den Seiten von www.catscountry.de  sehr detaillierte Informationen zum Thema.  Die Besitzerin des Ladens hat ein sehr gutes Buch über Katzenernährung veröffentlicht und man kann auch dort im Online-Shop Premiumfutter bestellen und liefern lassen.  Ein Besuch auf den Seiten ist wirklich sehr empfehlenswert und informativ!

Von dort beziehen wir übrigens das Futter „Felidae“ das man sonst zur Zeit leider nirgendwo sonst zu kaufen bekommt.

Achten Sie bitte darauf ausschliesslich Futter- und Trinkschalen aus Edelstahl, Glas oder Keramik zu benutzen.
Bei Plastikschalen bekommen Katzen oft Kinn-Akne und daraus können Vereiterungen im Kinnbereich sowie Allergien entstehen!

Für Nassfutter, Trockenfutter und Wasser bitte getrennte Schalen aufstellen. Wasser, wie oben bereits erwähnt von den Futternäpfen entfernt – am besten in getrennten Zimmern anbieten.

Die Futternäpfe bitte auch nicht in der Nähe der Toilette aufstellen!
Katzen mögen das nicht. Sie sind sehr reinliche Tiere und fühlen sich durch die Gerüche bei der Futteraufnahme  beeinträchtigt.

KATZENTOILETTE:

Die nachfolgenden Toiletten habe ich selbst in Verwendung und kann sie nur empfehlen. Mit Deckel werden sie von den Katzen bevorzugt, da dem Tier dadurch mehr Ruhe und Abgeschiedenheit beim Toilettengang gewährt wird.  Ausserdem wird dadurch vermieden das zuviel Streu beim Verscharren ausserhalb der Toilette verteilt wird.

Katzenhaus mit Haube Standard, blau/granit - Die geschützte Toilette für Sauberkeit  Maße: 62 x 38 x 39 cm Euro 12,99

Diese Toilette gibt es noch mit Kohlefilter im Deckel. Ist aber m.E. nicht unbedingt notwendig.

Für sehr grosse Katzen wie z.B. ausgewachsene Maine Coon Kater kann eine Haubentoilette jedoch zu klein werden, da die Tiere teils sehr hochbeinig und gross werden.  Manche Coonie-Besitzer gehen dazu über Waschkörbe oder Kinderbadewannen als Toiletten umzufunktionieren um sicherzustellen, das diese Katzen ihr Geschäft auch problemlos erledigen können.

Katzenstreu empfehle ich ebenfalls, nämlich:

Extreme Classic - Klumpenbildende Katzenstreu mit Babypuderduft
- 7 kg Euro 7,99
- 16 Euro 13,99

Diese Streu riecht toll und ist extrem ergiebig. Das leidige komplette Austauschen der Streu entfällt dabei total.  Es genügt immer nur bei Bedarf etwas nachzufüllen. Ausserdem entsteht nur wenig Dreck ausserhalb der Toilette, da die Katzen diese Streu nicht an den Pfoten durch die Wohnung mitschleppen!
Leider hat sich die Qualität des Streus in der letzten Zeit vermindert. Nicht was die Klumpeigenschaft angeht, die ist nach wie vor gegeben.
Allerdings scheint sich die Zusammensetzung etwas geändert zu haben und es staubt leider sehr stark.  Besonders wenn man mehrere Toiletten oder auch solche ohne Deckel im Einsatz hat.

Aus diesem Grund haben wir nach Alternativen gesucht und sind nun nach einigen Versuchen bei der Katzenstreu Everclean gelandet.
Mit dieser Streu haben wir die besten Erfahrungen gemacht und wir werden auch kein anderes mehr ausprobieren. Das einzige Problem was mit Everclean besteht ist das es nur einen Händler im Internet gibt der das Streu zur Zeit liefert. Es wird offenbar aus dem Ausland importiert und das ist vielen Lieferanten zu umständlich. Das Streu bekommen Sie also ausnahmslos bei www.pfotino.de

Auch dieser Online-Shop ist sehr empfehlenswert und vertreibt neben dem Streu auch qualitativ hochwertiges Futter wie z.B. Nutro, Almo Nature, Innova etc.

Natürlich braucht man für die Entnahme der Klumpen noch einen Streulöffel als Zubehör. Dazu empfehle ich:

Streulöffel, schwer
- für feines Streu (Vitakraft, Extreme Classic) Euro 1,50

TRANSPORTBEHÄLTER (Kennel):

Als Katzenbesitzer wird man früher oder später nicht umhin kommen mit dem Tier einmal das Haus zu verlassen, und sei es nur für den routinemässigen Tierarztbesuch.

Man findet Kennel (so nennt man diese Transportboxen) in verschiedenen Grössen und Ausstattungen. Ich empfehle einen mittelgrossen Kennel (ca. 55cm) zu nehmen, da die Katze damit auch im erwachsenen Alter noch gut zu transportieren sein wird.

U.a. findet man z.B. bei Zooplus die folgenden Kennel:

Transportbox Skipper seeblau
Kunststoff mit Metalltür
Gr.
I 48x32x31 cm Euro 14,99
Gr.
II 55x36x33 cm Euro 19,99

Transportbox Clipper
Praktische Kunststofftransportbox, die auch nach oben zu öffnen ist
- Gr. 2, 57 x 37 x 36 cm 2375.1 Euro 22,99
- Gr. 3, 64 x 43 x 43 cm 2375.2 Euro 28,99

Die von oben zu öffnenden Kennel haben sich als recht praktisch erwiesen, da man die Katze dort auch von oben einsetzen und herausnehmen kann.
Von vorne sind störrische Tiere manchmal schwer ein- oder auszuladen.  Man sollte aber auf jeden Fall auf die Stabilität des Kennels und des Verschlusses achten.  Bei schweren Tieren kann sich der Deckel beim anheben unbeabsichtigt öffnen und das Tier in einer  Schrecksekunde herausspringen, sollte sich der Verschluss gelockert haben.

Wir raten davon ab Katzen in den früher so beliebten Weidekörben zu transportieren, da diese erstens  nicht wasserdicht (manche Katzen urinieren aus Angst beim Transport) sind und zweitens ängstliche Tiere sich  im Korb an den geflochtenen Wänden verhaken um nicht einfach herausgeholt werden zu können. Das verursacht unnötigen Stress für Mensch und Tier.

Zum Transport der Katze gehört dort noch ein waschbares Katzenkissen oder zusammengelegtes Handtuch  hinein und es kann losgehen.

KRATZEN:

Natürlich wachsen den Katzen auch ständig die Krallen, wie bei uns die Fingernägel. Katzen beissen sich zwar die Krallenspitzen regelmässig ab, benötigen aber trotzdem die Möglichkeit ihre Krallen im grossen Rahmen abzuwetzen.
Dazu benötigt das Tier unbedingt einen Kratzbaum oder ein Kratzbrett wenn es sich dazu nicht die teure Couch,  den edlen Perserteppich oder die schicke Tapete aussuchen soll.

Es gibt mittlerweile wirklich sehr viele verschiedene Kratzbaum-Modelle, die komplett angeboten werden.

Meist sind diese zwar für das Auge sehr schön anzusehen, doch dagegen leider oftmals für die Katze denkbar  ungeeignet. Weniger ist da oft mehr.
Das bedeutet: Meiden Sie Kratzbäume mit vielen verschiedenen kurzen Säulen und Schlafmulden, Brettern, Häuschen,  Hängematten etc. etc.
Die Katzen nutzen solche Häuschen fast nie. Sie liegen auf dem einen oder anderen Brett oder auch gerne in den neuen Hängematten.  Leider ist oft das wichtigste - nämlich eine grosse Kratzfläche an der sie sich auch einmal wirklich komplett ausstrecken und ihre Glieder dehnen können - oft Mangelware.

Deshalb achten Sie bitte beim Kauf auf die folgenden Punkte:

Ein Kratzbaum bis zur Decke ist toll, aber bitte nur mit wenigen, langen Säulen!

Die unterste Sisal-Säule sollte möglichst mindestens 80cm Länge haben, damit sich die Katze wenigstens einmal komplett beim kratzen ausstrecken kann, sonst kann es passieren das sie sich dafür z.B. doch noch  die Rückseite der schönen Ledercouch oder eine tapezierte Ecke aussucht um sich zu entspannen. Des weiteren sollten 2-3 Liegeflächen oder Hängematten zum Ausruhen auf dem Kratzbaum vorhanden sein.  Kuschelhöhlen oder Häuser werden nach meiner Erfahrung kaum genutzt und sind somit meist überflüssig.

Bitte achten Sie darauf das die Säulen aus Sisal bestehen und möglichst 12,5cm Durchmesser haben!

Die meist angebotenen schmalen Säulen sind nicht so stabil und können bei schweren Tieren den Baum  leicht einmal zum Einsturz bringen.  Besonders wenn sich daran mehrere Tiere im Spielwahn tummeln.

Natürlich darf der Kratzbaum aus Dekorationsgründen unechte Pflanzen haben. Die sind nebenbei auch noch schön zum Spielen und Verstecken geeignet. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.  Aber Vorsicht! Keine metallischen Klammern oder so bei der Deko hervorstehen lassen.  Dadurch besteht potentielle Verletzungsgefahr an den Pfoten der Katzen.

Die Preise von Kratzbäumen variieren stark. Man bekommt kleine Podeste schon ab etwa 25 Euro.
Deckenhohe Kratzbäume liegen in der Preisspanne ab ca. 150 Euro weit darüber.
Man bekommt sogar Kratzbäume in Luxusausführungen bis zu mehreren tausend Euro angeboten, nach oben hin sind da keine Grenzen gesetzt.

Erkundigen Sie sich beim Kauf eines Kratzbaumes über die Möglichkeit einzelne abgewetzte Säulen oder verschmutzte Liegeflächen auszutauschen, damit bei Verschleiss einzelner Komponenten nicht sofort ein  komplett neuer Baum fällig wird.

Bei der Wahl der Bezugsfarbe sollte man nicht vergessen das die heute z.B. noch sehr schön weiss   erscheinenden plüschbezogenen Liegeflächen und Hängematten schnell einmal unansehnlich werden können da die Katzen auch öfters einmal Futter oder Haare erbrechen und dazu nicht unbedingt auf den abwaschbaren Boden springen sondern sich oftmals an Ort und Stelle auf den Liegeflächen erleichtern.

Es gibt bereits Hersteller, die z.T. abziehbare Bezüge anbieten, die man auch in der Waschmaschine waschen kann.  Finde ich persönlich prima!
Allerdings geht das natürlich nicht bei bespannten Brettern oder Höhlen. Das funktioniert zur Zeit leider  nur mit Hängematten.

Da auch unsere Katzen oft das Futter auf die plüschbezogenen Bodenplatten der Kratzbäume schleppen, was sehr unhygenisch ist und auch auf die Dauer trotz säubern unschön aussieht, haben wir nun einen  Kratzbaumlieferanten gefunden, der uns die Bodenplatte in Naturholz liefern kann. Das ist auch ein grosses Lob wert!  Es sollte auch kein Problem sein diese Bodenplatten z.B. mit abwaschbarem PVC zu beziehen.
Ich denke mal in Zukunft wird sich auf diesem Gebiet noch sehr viel tun. Fragen Sie einfach vor dem Kauf eines Kratzbaumes den Hersteller danach.

Unsere Katzen besitzen Kratzbäume unterschiedlicher Hersteller.
Besonders empfehlen kann ich die Systeme der Fa. Robusta (http://www.gewnet.de/robusta-kratzbaeume/index.html) sowie das System das über die WEWO/Fressnapf Tiernahrungsmärkte vertrieben wird.

Seit kurzem haben wir auch einen tollen Kratzbaum der Fa. Katzenglück, die unter der Adresse www.katzenglueck.de  im Internet Kratzbäume und Zubehör vertreibt. Dieser Hersteller liefert auch die bereits angesprochenen   Holz-Bodenplatten was uns sehr gut gefällt!

Sollte die Katze trotz Kratzbaum anfangen an bestimmten Zimmerecken Kratzspuren zu hinterlassen, kann ich  die Verwendung der folgenden Kratzbretter empfehlen:

Kratzbrett für Zimmerecken. Läßt sich an jeder Zimmerecke befestigen.
Gesamtgröße: 50 cm x 23 cm
- grau Euro 15,99
- braun Euro 15,99
- beige Euro 15,99

Meine Katzen werden alle zusätzlich bei der Krallenpflege unterstützt indem ich Ihnen monatlich 1x die Krallenspitzen mit einer speziellen Krallenzange kürze. Dazu benötigt man:

Krallenzange 11,5 cm
Mit Sicherheitsverschluß und verstellbarer Klinge Euro 4,99

FELLPFLEGE:

Gerade bei Katzen mit längerem Fell ist eine regelmässige Fellpflege unumgänglich.  Für Katzenbabies empfehlen sich einfache Bürsten mit weichen Borsten, sogenannte Babybürsten.
Für heranwachsende und erwachsene Katzen empfiehlt sich eine Bürste mit weichen Metallborsten, die zumindest 1x wöchentlich (bei Langhaarkatzen täglich) zum Einsatz kommen sollte um Verfilzungen zu vermeiden.

Softbürste mit Bürstenreiniger - Mit extra weichen Metallborsten und Bürstenreiniger
Für Katzen, kleine Hunde und Kleintiere
- 13 cm x 6 cm Euro 4,99
- 13 cm x 9 cm Euro 4,99

Dies waren nun einmal die Infos für dringend notwendige Anschaffungen die beim Einzug eines oder mehrerer  Kätzchen von Nöten sind.

Nun möchte ich noch einmal zu den Anschaffungen kommen, die für das Wohlbefinden des Tieres sorgen,  aber nicht zur Grundausstattung zählen.

Auch hier empfehle ich nur Artikel die wir selbst verwenden und mit denen wir selbst sehr zufrieden sind.

KATZENBETT:

Snuzel-Bett - Mit kuscheliger Polyesterfüllung.
in verschiedenen Grössen ab Euro 24,99

SPIELZEUG:

Spielmäuse im 5er Pack günstiger
5 x grau Euro 2,99

Federwedel, 50 cm
Für das Spiel mit der Katze ohne Kratzer Euro 2,79

Diese Spielzeuge sind echt super und die Katzen lieben es damit zu spielen!
Haltbarer sind allerdings die ebenfalls angebotenen Lederwedel. Die sind nicht so schnell kaputtzukriegen wie  die Federbüschel und machen ebenso viel Spass beim hinterherjagen.

Ein ebenfalls tolles und kostengünstiges Spielzeug ist eine kleine zusammengerollte Kugel aus Aluminiumfolie.  Sie sollte aber gross genug sein um nicht von der Katze verschluckt werden zu können! Damit kann sie herumtoben,  sie wegschiessen und fangen und auch problemlos m Maul herumtragen.

LECKERLIS UND PASTEN:

GIMPET Multi-Vitaminpaste plus TGOS - Enthält 12 lebenswichtige Vitamine.
- 100 g Euro 6,49
- 220 g Euro 9,49

GIMPET Malt-Softpaste TGOS
Malzpaste, fördert den natürlichen Abgang verschluckter Haare
- 100 g Euro 5,99
- 220 g Euro 8,99

GIMPET Katzentabs 140 Stück mit Fisch, Algobiotin oder Wildgeschmack ab Euro 4,69

GIMPET Topinis mit Quark Leckere Mäuschen
75 Stück Euro 2,99

GIMPET Jokies
Der gesunde Spielspaß mit dem natürlichen Vitamin B-Komplex
120 Stück Euro 3,99
400 Stück Euro 8,49

So, nun noch abschliessend Infos für den gesicherten Freilauf auf dem Balkon mit einem Katzennetz oder  den geschützten Sitz am Fenster.

FÜR DEN BALKON:

Befestigungsnetz transparent Katzen-Schutznetz
- 2 x 1,5 m Euro 29,90
- 2 x 3 m Euro 39,90
- 4 x 3 m Euro 49,90
- 6 x 3 m Euro 69,90
- 8 x 3 m Euro 89,90

Geländer-Klemme
Zubehör zum Absichern mit Katzenschutz-Netzen, um die Katze vor waghalsigen Sprüngen zu bewahren. Euro 34,99

FÜR DAS GEKIPPTE FENSTER:

Leider sind gekippte Fenster immer noch eine tödliche Gefahrenquelle, da die Katzen oftmals versuchen sich durch ein Fenster zu zwängen, darin hängen bleiben und schlimmstenfalls qualvoll verenden. Dieses Risiko umgeht man durch Einsetzen eines Kippfenster-Schutzes:

Kippfenster-Schutzgitter - Zur Absicherung Ihres Kippfensters.
-Befestigung an der Fensterseite, Höhe 62,5 cm, Breite 8 - 16 cm, 1 Seitenteil Euro 8,99
-Befestigung ober- bzw. unterhalb des Fensters, 65 x 16 cm, 1 St. Euro 9,99

So, ich hoffe diese Auflistung gibt Ihnen nun einen detaillierten Einblick über die Notwendigkeiten und Kosten, die durch die Anschaffung eines kätzischen Hausgenossens auf Sie zukommen.

SONSTIGE GEFAHRENQUELLEN:

Bitte denken Sie auch daran das Katzen sehr neugierige Tiere sind, die gerne einmal ihre Nase in Alles hineinstecken. Besonders gefährlich ist in diesem Zusammenhang eine geöffnete Toilette in der das Tier kopfüber abrutschen  und ertrinken kann.
Ebenfalls sollte man niemals eine Katze alleine im Bad mit einer gefüllten Badewanne zurücklassen.  Auch dort sind leider schon oft Katzen ertrunken.

Bitte auch die Böden nicht mit giftigen Substanzen oder extremen Reinigern putzen. Die Katzen nehmen diese Gifte über das Lecken an ihren Pfoten auf und können dadurch Vergiftungen erleiden.

Auch heisse Herdplatten wurden leider schon vielen Vierbeinern zum Verhängnis.

Man sollte einfach immer vor Augen haben das es sich um Tiere handelt, die von Neugier angezogen Gefahren im  Haushalt nicht einschätzen können und ihnen leider oft zum Verhängnis werden kann.

ERZIEHUNGSTIPS:

So, nun zum Schluss noch ein Hinweis zum Thema Erziehung:

Soll ein Katzenkind lernen das es etwas nicht darf, muss man konsequent sein.
Nicht an einem Tag erlauben auf dem Tisch herumklettern um es am nächsten Tag zu verbieten. Ein lautes Klatschen in die Hände und „NEIN“ rufen sollte das Problem lösen.  Bei hartnäckigen Fällen hilft auch ein Wasserstrahl aus der Blumenspritze in Verbindung mit „NEIN“.

Bitte niemals das Tier schlagen oder z.B. bei Unsauberkeit mit der Nase in den Kot/Urin tauchen!   Das funktioniert nicht und verschlimmert das Problem!

Katzen sind sehr reinlich und zeigen mit Unsauberkeit an das etwas nicht in Ordnung ist!

Sollte das Kätzchen zu wild raufen und im Spiel mit dem Menschen zu fest zubeissen, bitte ihm einfach ins Gesicht pusten.  Das erschreckt das Tier und es lässt augenblicklich los.  Natürlich wäre auch da ein „NEIN“ angebracht damit das Kätzchen lernt das etwas nicht erwünscht ist.

Für weitere Fragen stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung. Anruf genügt.

Ich wünsche Ihnen viel Freude mit dem neuen Mitbewohner! 

Silke Schreuder / Catweazle’s Heilige Birma & Maine Coon Katzen

 

 

Umstrittenes Thema Frühkastration -
unsere Erfahrungen und Zusammenfassung einer amerikanischen Studie

Das züchten von Katzen ist nicht nur ein wirklich schönes und oft erlebnisreiches Hobby  sondern birgt vor allem eine riesige Verantwortung, nämlich dem Leben unserer gezüchteten Jungtiere gegenüber.

Als verantwortungsvolle Züchter suchen wir für unseren Nachwuchs ausschliesslich beste Plätze bei ebenso verantwortungsbewussten Katzenfreunden, denen das Wohl der Tiere ebenso am Herzen liegt wie uns selbst.

Uns ist besonders wichtig das die Katzenkinder ein unbeschwertes Leben in Sicherheit geniessen dürfen, dazu gehört u.a. auch das wir unsere Tiere nicht für den Freilauf abgeben, da die Wahrscheinlichkeit doch sehr gering ist das die Tiere wirklich gesund und munter alt werden können und ihre Besitzer sich ein katzenleben lang an ihnen erfreuen können.

Leider gibt es aber auch eine ganze Menge "schwarzer Schafe" in Züchterkreisen, die ihre Tiere nicht aus Liebe sondern aus rein kommerziellen Gründen decken und werfen lassen um so ihr Haushaltsbudget aufzubessern oder gar von den Einnahmen durch die Tiere zu leben.
Besonders häufig findet man diese sogenannten "Schwarzzüchter" bei den zur Zeit  existierenden Moderassen wie z.B. Maine Coon bzw. Whiskaskatzen (BKH).   Selbst bei den Persern, Exotic und Britisch Kurzhaar blau (Kartäusern) und zunehmend leider auch bei den Birmakatzen findet man dubiose Angebote in Anzeigenblättern oder auch  über das Internet.

Diese sogenannten "Züchter" legen absolut keinen Wert auf Gesundheit, soziale Aufzucht,  qualitativ hochwertiges Futter oder tierärztlich Betreuung sondern es geht nur darum möglichst kostengünstig Tiere auf Halde zu produzieren und diese möglichst frühzeitig  (oft bereits im Alter von 6-8 Wochen) mit höchstmöglicher Gewinnspanne an den Käufer zu bringen.  Auch Mischlinge werden gern unter den gleichen Kriterien angeboten. Dafür werden die   Muttertiere dann meist mehrmals im Jahr eingedeckt und so zu Brutmaschinen missbraucht.

Es ist kein Geheimnis das unsere Tierheime mittlerweile mehr als überquellen und viele Katzen früher oder später eingeschläfert werden müssen weil sie niemand mehr möchte oder durch mehrere Besitzerwechsel und den mentalen und/oder körperlichen Schäden, die ihnen im Laufe ihres oftmals kurzen Lebens zugefügt wurden, unvermittelbar wurden.

Gerade wir als Züchter werden oft als unverantwortlich beschimpft, da wir das  sogenannte "Katzenelend" angeblich noch vergrössern und dazu beitragen das die Tierheime weiterhin mit dem "Wohlstandsmüll Katze" gefüllt werden. Das ist jedoch nicht so!

Unsere Verträge sehen vor das wir im Problemfall immer die erste Adresse sein werden um ein Tier zurückzunehmen oder weiterzuvermitteln damit wir sicher sein können das keines unserer Tiere je ein Tierheim von innen sehen muss!

Um wirklich sicherzustellen das keines unsere Katzenkinder irgendwann einmal in einer  Hinterhof- oder Kellerzucht landet und dort als profitable Gebärmaschine oder Deckkater vor sich hin vegetieren muss, sind wir nach reiflicher Überlegung und eingehender Recherche dazu übergegangen unsere Katzenkinder im Alter von 12 Wochen frühkastrieren zu lassen. Somit sind sie für potentielle Schwarzzüchter uninteressant, da man sie nicht zur Zucht reinrassiger oder auch Mischlingskatzen verwenden kann.

Alle seriösen Züchter haben sogenannte Kastrationsklauseln im Vertrag, in dem festgelegt wird das die als Liebhabertiere verkauften Kitten im Alter von X Monaten kastriert  werden müssen.
Auch wir hatten früher diese Klausel in den Kaufverträgen, mussten jedoch 2x die   schmerzliche Erfahrung machen das die Katzen nicht vertragsgemäss kastriert wurden, da sich die Käufer plötzlich überlegten doch einen Wurf machen zu wollen.   Sei es mit einem streunenden Hauskater oder noch besser mit irgendeinem Tier anderer Rasse.

Mal davon abgesehen das dadurch die Katze einem erhöhten Infektionsrisiko durch FIP, Katzenaids, Leukose, Tollwut oder Pilz ausgesetzt wird, kann es durchaus passieren das die aus der Verpaarung entstandenen Jungtiere irgendwann im Tierheim landen weil sich plötzlich doch keine Abnehmer finden oder man sich die Aufzucht einfacher vorgestellt hat.

Die so unüberlegt in die Welt gesetzten Katzenkinder haben nur in den seltensten Fällen eine Chance auf ein Leben bei verantwortungsvollen Besitzern sondern werden meist zu Dumpingpreisen leichtfertig gekauft und genausoschnell vor dem nächsten Urlaub  wieder ausgesetzt oder abgegeben.

Leider halten sich bei vielen Menschen in Deutschland hartnäckig die Gerüchte das frühkastrierte Katzenkinder später gesundheitliche Probleme bekommen würden.  Kater mit Harnwegsinfektionen, die Tiere würden kleiner bleiben als ihre spät kastrierten Artgenossen etc. etc.

Das ist genauso wahr wie die immer noch landläufige Meinung Katzen müssten einmal werfen vor der Kastration oder kastrierte Katzen fingen keine Mäuse mehr - nämlich garnicht!

Im Jahr 2004 hat sich der Hessische Rundfunk in der Sendung "Herrchen Gesucht" mit dem Thema Frühkastration ausführlich beschäftigt und seine Erkenntnisse auf einer Webseite veröffentlicht. Um den Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier:

http://www.hr-online.de/website/rubriken/ratgeber/index.jsp?rubrik=3640&key=standard_document_1054420

Bitte lesen Sie auch weiter unten die Ergebnisse einer Studie der amerikanischen Winn Feline Foundation.

In Deutschland stecken wir, wie so oft im internationalen Vergleich mit unseren  Erkenntnissen noch in den Kinderschuhen was Krankheiten, Imfpungen, Tests, Ernährung etc. betrifft.
Die Frühkastration wird bereits seit mehr als einem Jahrzehnt ohne irgendwelche Nachteile in den USA und anderen europäischen Ländern durchgeführt.

Bei uns in Deutschland gibt es bisher leider nur wenige Züchter und auch Tierärzte die sich die Mühe machen sich mit dem schwierigen Thema auseinanderzusetzen. Glücklicherweise sind nun aber auch viele Tierheime bereits dazu übergegangen Katzenkinder im Alter ab 7 Wochen kastrieren zu lassen um sicherzustellen das diese Kitten nicht später auch wieder für Nachwuchs sorgen der dann die Katzenschwemme
in den Tierheimen weiterführt.

Wir praktizieren die Frühkastration an unseren Jungtieren nun bereits seit mehreren Jahren und haben damit ausschliesslich sehr gute Erfahrungen gesammelt.  Natürlich hatten wir ebenfalls anfangs Bedenken ob die Kitten auch wirklich die Narkose gut überstehen und wie der Heilungsprozess von Statten gehen würde.
Wir waren wirklich überrascht wie problemlos und schnell unsere Süssen diese Operation überstanden haben und wie schnell sie wieder völlig fit und agil durch die Gegend jagten. Diese guten Erfahrungen zeigten uns das wir den richtigen Weg eingeschlagen hatten und wir haben es bis zum heutigen Tage nie bereut.

Besonders bei den Birmakatzenkindern hatten wir grosse Bedenken, da sie durch ihren Teil-Albinismus als Pointkatzen Vollnarkosen schlechter vertragen als andere Rassen und leider durch unerfahrene Tierärzte schon Katzen durch eine Überdosierung des Narkosemittels eingeschläfert wurden.

An dieser Stelle muss ich einmal ein grosses Lob an unsere Tierärztin Frau Dr. Kunz loswerden, die uns bereits seit mehr als 15 Jahren betreut und mit uns von Anfang an den Schritt in die Frühkastration gewagt hat!   Auch sie hat dazugelernt und sich zum Wohle unserer Tiere weitergebildet und im Vorfeld weitreichend informiert.

Ich werde nun einmal zum besseren Verständnis kurz den Ablauf einer Kastations-OP bei Jungtieren schildern:

- Letzte Fütterung etwa 12 Stunden vor der OP am Abend vorher.

- Vor der OP werden die Katzen gesundheitlich durchgecheckt und gewogen um das Narkosemittel zu dosieren.

- Narkose wird gesetzt und die Kitten schlafen innerhalb weniger Minuten tief und fest ein. Sie werden zur OP auf ein Wärmekissen gebettet um die Körpertemperatur konstant zu halten.

- Katerchen bekommen einen kleinen Schnitt am Hodensack, die Hoden werden von den Samenleitern abgetrennt und komplett entnommen.

- Kätzchen werden an der Seite aufgeschnitten, die Eileiter abgebunden, getrennt und entfernt.
Dieser Eingriff ist für Tierärzte der schwierigere, da die Organe der Kätzchen noch sehr klein und unterentwickelt sind. Da braucht es schon ein wenig Fingerspitzengefühl und gute Technik.
Deshalb trauen sich anscheinend auch viele Ärzte noch nicht an diese OP.  Eigentlich unverständlich denn es werden ja heutzutage auch Meerschweinchen, Kaninchen, Ratten und andere Kleintiere kastriert. Da sollte es noch schwieriger sein die Organe zu entfernen.

- Die OP dauert bei den Katerchen etwa 10 Minuten, bei den Kätzchen etwa 20-30 Minuten.

- Die Narkose wird knapp kalkuliert und die Kitten werden kurz nach der Beendigung der OP wieder wach. Sie bekommen nach etwa 1 Stunde noch ein Schmerzmittel gespritzt um die Wundschmerzen zu verringern und etwa 2 Stunden nach der OP nehme ich sie  wieder mit nach Hause.

- Zu Hause angekommen dauert es meist noch 1-2 Stunden und die Süssen laufen wieder in der Gegend herum. Besonders die Kater haben anscheinend überhaupt kein Problem und springen über Tische und Bänke. Die Mädchen gehen es etwas langsamer an und sind ab dem frühen Abend wieder soweit hergestellt das sie ihrem Hunger Ausdruck verleihen.  Ab dem späten Abend bekommen sie dann wieder kleine Mengen Futter.

- Am nächsten Tag sind alle wieder topfit und wohlauf und benehmen sich als wäre nie etwas geschehen.

Wir können nur sagen das die Erfahrung gezeigt hat das die Kitten die Kastration weitaus leichter verkraftet haben als jedes erwachsene Tier das wir jemals kastrieren liessen!

Die erwachsenen Katzen litten meist mehrere Tage an den Folgen der Narkose als auch an den Wundschmerzen. Sie verhalten sich auffallend länger ruhig und schonen sich mehr.

Als weiterer grosser Vorteil ist zu sehen das sich die zukünftigen Katzeneltern keine Sorgen um ihre Lieblinge wegen der Operation machen müssen.
Viele Tierhalter schieben den Termin nämlich auf die lange Bank, da sie den Gedanken   nicht ertragen können ihrem Tier eine Operation zumuten zu müssen oder es danach leiden sehen zu müssen.

Mit einem frühkastrierten Katzenkind bleibt ihnen diese unangenehme Erfahrung erspart und sie bekommen ein rundum gesundes und glückliches Kätzchen mit dem sie viel Freude haben werden.

Sollten Sie noch immer skeptisch sein oder einfach mehr zum Thema Frühkastration  erfahren wollen, möchte ich Ihnen nun hier die Gelegenheit bieten einen Blick auf eine amerikanische Studie zum Thema zu werfen, die von der Winn Feline Foundation - einer renommieren Organisation in den Staaten die Forschungen zum Thema Katzen finanziert und durchführt - initiiert wurde.  Diese Zusammenfassung wurde im englischen Original von Diana Curden, Ph. D. verfasst

 

Frühkastration von Katzen - Studie der Winn Feline Foundation

Das Konzept der Frühkastration (d.h. bevor eine Katze geschlechtsreif wird) ist alles andere als neu.

Anfang des 20. Jahrhunderts war Frühkastration die Regel und Bedenken bezüglich negativer Nebenwirkungen einer solchen Operation kamen erst sehr viel später auf.
Heute bestätigen die meisten Experten, daß bisher nicht genügend wissenschaftlich belegte Informationen zur Verfügung standen, um das beste Alter für eine Kastration zu ermitteln.

Bis vor kurzer Zeit gab es keine Forschungsergebnisse, welche die Theorie, daß die Kastration eines Hundes oder einer Katze mit einem Alter von weniger als 5 bis 8 Monaten, bestätigten oder widerlegten.  In der Tat führt einer der Untersuchenden auf diesem Gebiet an, daß viele Tierärzte
die Frühkastration seit geraumer Zeit praktizieren, da es unglaublich große Unterschiede gibt, wann Katzen oder Hunde die Geschlechtsreife erlangen.

Tierärzte für Großtiere praktizieren bereits seit langem Frühkastration an ihrem Tierbestand und halten dies nicht nur für akzeptabel sondern in vielen Fällen  auch für wünschenswert. Selbst bevor Bedenken bezüglich der stetig wachsenden Anzahl an ungewollten Haustieren aufkamen, gab es viele wissenschaftlich belegte Gründe für die Kastration.

Kastrierte Kätzinnen sind gegen Gebärmutterkrebs und Gebärmutterinfektionen geschützt.

Bei Katern reduziert die Kastration das Risiko für einen Vorfall von Hodenkrebs und einer Prostatavergrößerung und den damit verbundenen Infektionen.

Vom Standpunkt des Haustierbesitzers ist ein kastriertes Tier ein viel besserer Gefährte. Sie sind einerseits weniger aggressiv und andererseits anhänglicher als ihre unkastrierten Verwandten. Da sie nicht dem Fortpflanzungstrieb unterliegen werden sie weniger oft streunen oder kämpfen.

Bis vor kurzem gab es einen sehr schmerzlichen Mangel an Studien über die Kurz- und Langzeitfolgen der Frühkastration.

Obwohl es zahlreiche Anekdoten über Frühkastration gibt, waren diese Fälle vom wissenschaftlichen Standpunkt her nicht aussagekräftig.

Bei den meisten dieser Fälle ging es um zufällig verpaarte, nicht verwandte Tiere mit völlig verschiedenem Hintergrund und es gab keinen Versuch, diese Verschiedenheit unter Kontrolle zu bringen.

Es gab nur sehr wenige universitäre Untersuchungen auf diesem Gebiet.   M.A. Herron von Texas A&M berichtete 1972 darüber, daß eine Kastration vor der Geschlechtsreife einen relativ geringen Effekt auf den Durchmesser der Harnröhre bei Katern hat.
In letzter Zeit wurden Untersuchungen im Angell Memorial Hospital in Boston,  am College der Veterinärmedizin der Universität von Minnesota und dem Department of Small Animal Clinical Sciences an der Universität in Florida durchgeführt.

Das Projekt in Florida dauerte von 1991 bis 1992 und wurde von der Winn Feline Foundation in Zusammenarbeit mit der American Veterinary Medical Association (Organisation Amerikanischer Veterinärmedizin) finanziert. Es wurde so weit wie möglich versucht, die Unterschiede im medizinischen Hintergrund und in der Genetik möglichst weit zu reduzieren.

Die Kitten wurden eigens für die Untersuchung gezüchtet und die Wurfgeschwister wurden in drei Gruppen eingeteilt.

Die Mütter der Kitten wurden unter Quarantäne gedeckt und untergebracht, da die Ernährung und andere Faktoren sowohl vor als auch nach der Geburt einen Einfluß auf die letztendliche Größe, das Gewicht und den Gesundheitszustand im allgemeinen Einfluß haben können.

Dr. Mark Bloomberg bezeugt daß, obwohl die Untersuchung der Langzeitwirkungen noch nicht in vollem Umfang abgeschlossen sind, die anfänglichen Ergebnisse äußerst positiv sind.
Bevor er die Untersuchung für die Winn Foundation durchführte, hatte Dr. Bloomberg eine ähnliche Studie an Hunden abgeschlossen. Die an dieser Untersuchung beteiligten Tiere wurden nun über einen Zeitraum von fünf Jahren beobachtet, ohne daß von negativen Nebenwirkungen berichtet wurde.

An der Untersuchung der Winn Foundation waren insgesamt 31 Kurzhaarkitten  aus 7 Würfen beteiligt, welche auf dem Universitätsgelände der Gainesville Universität geboren wurden.

Die Kitten wurden in drei Gruppen eingeteilt:

bulletGruppe 1: 11 Kitten; diese wurden im Alter von 7 Wochen kastriert
bulletGruppe 2: 11 Kitten; diese wurden im Alter von 7 Monaten kastriert
bulletGruppe 3: eine Kontollgruppe von 9 Kitten; diese wurden erst nach vollständiger
Reife und nach Beendigung der ersten Phase der Untersuchung (12 Monate) kastriert

Die Untersuchenden berichteten, daß die Operationen an den Kitten der Gruppe 1 unkompliziert und ohne Zwischenfälle verliefen, und daß die Kitten sich schneller erholten als die Kitten in den Gruppen 2 und 3.

Dr. Bloomberg bemerkte hierzu, daß es zwar nur sehr wenig Material über Anästhesie bei Jungtieren gibt, allerdings seien Kleinkinder in der Humanmedizin allgemein sehr gute Patienten und es gäbe keinen Grund, warum dies nicht auch bei Katzen und Hunden der Fall sein sollte.

Die größten Probleme bei Operationen an Jungtieren sind die Erhaltung der Körpertemperatur, die richtige Dosierung der Anästhesitika, da der Atemapparat bei Jungtieren noch nicht vollständig entwickelt ist, und die Erhaltung des richtigen Blutzuckerspiegels.

Die Untersuchenden gaben den Kitten der Gruppe 1 nur für eine kürzere Zeit vor der Operation keine Nahrung als bei den Katzen der anderen Gruppen und gaben ihnen als Vorsichtsmaßnahme kleine Mengen von Karo Syrup (ein stark glukosehaltiger Sirup) vor der Narkose. Es sollte an dieser Stelle noch erwähnt werden, daß das allgemeine Vorgehen bei der Reduzierung der Narkosestoffe zum Ende der Operation auf Grund der schnelleren Erholung der Jungtiere etwas abgewandelt wurde.

Kritiker führen mehrere mögliche Nebenwirkungen der Frühkastration auf.

Allgemein ist man der Meinung, daß kastrierte Tiere weniger aktiv sind und eher zu starkem Übergewicht neigen als unkastrierte Tiere.

Ebenso wird gesagt, daß eine Kastration im frühen Alter das normale Wachstum behindert.
Besonders bei Katern wurde befürchtet, daß eine Frühkastration die Entwicklung der Harnwege beeinflussen könnte und zu einem vermehrten
auftreten von Zysten und Entzündungen der Harnwege führt. Außerdem wurde befürchtet, daß eine Frühkastration sich auf das Verhalten,
die Nahrungsaufnahme und die Anforderungen an die Nahrungszusammensetzung und ähnliches auswirkt.

Die Untersuchenden waren bemüht, die meisten dieser Fragen zu beantworten, indem sie einige Daten bei diesen drei Gruppen untersuchten. Insbesondere wurde auf die folgenden Dinge geachtet:
- das Gewicht und die Körperzusammensetzung (z.B. prozentualer Anteil an Körperfett);
- die Knochenlänge und das Alter, mit welchem die langen Knochen aufhören zu wachsen;
- Verhalten;
- Nahrungsaufnahme;
- Entwicklung der Harnwege;
- und die Entwicklung sekundärer geschlechtlicher Merkmale und den Grad geschlechtlicher Reife.

Die Ergebnisse beim Vergleich des Gewichts zeigten Unterschiede beim Vergleich der drei Gruppen.

Kater wogen grundsätzlich mehr als Kätzinnen, was allerdings in allen Gruppen gleich war.

Die Untersuchungen der Körperzusammensetzung und des Körperfetts zeigten, daß die Werte der Gruppe 1 und 2 identisch waren und allgemein fetter waren als die Katzen der Gruppe 3.
Die Untersuchenden weisen darauf hin, daß die Kater der Gruppe 3 im Alter von 12 Monaten bereits normale Merkmale erwachsener Kater aufwiesen, wie z.B. Gewichtsverlust und die Entwicklung von Katerbacken, was einen Teil des Unterschieds ausmacht.  Es wurde bei späteren Untersuchungen außerdem festgestellt, daß der Gewichtsunterschied bei den Katzen der Gruppen immer geringer wird. Alle Katzen wurden in ausgewählten Haushalten, die unter einer gewissen Aufsicht stehen, untergebracht und sind in ihrem neuen Zuhause aktiver als auf dem Universitätsgelände. Eine Nachuntersuchung sollte nach drei Jahren im Mai 1994 durchgeführt werden.

Beobachtungen im Verlauf der Studie

Es gab allgemein keinen Unterschied in der Nahrungsaufnahme zwischen den Katzen der drei Gruppen außer, daß es in allen Gruppen Unterschiede zwischen den männlichen und weiblichen Katzen gab.

Es wurden keine Unterschiede in der Wachstumsrate der Katzen in den drei Gruppen festgestellt, obwohl die Kater in allen Gruppen schneller wuchsen.

Es wurde beobachtet, daß die langen Knochen bei den männlichen und weiblichen Katzen der Gruppen 1 und 2 länger wurden. Der Grund hierfür schien zu sein, daß die Knochen bei den Katzen der Gruppen 1 und 2 erst später aufhörten zu wachsen.

Dies ist auch die Erklärung dafür, warum früher kastrierte Katzen oft größer (höher und länger) sind, als unkastrierte oder später kastrierte Katzen. Dies schien insbesondere bei den Katern der Fall zu sein.

Nach sieben Monaten waren die Katzen der Gruppe 3 vor der Kastration wesentlich aggressiver und außerdem weniger anhänglich als die Katzen der Gruppen 1 und 2.

Entgegen der allgemeinen Meinung waren die kastrierten Katzen genauso aktiv wie die unkastrierten Katzen.

Die Beobachtungen der Entwicklung der Harnwege zeigten keine Unterschiede zwischen den drei Gruppen, außer den geschlechtlich bedingten Unterschieden, welche jedoch über alle Gruppen hinweg konstant waren.

Die Untersuchenden maßen den Umfang der Harnröhre nur bei den Katern der drei Gruppen und konnten keinen Unterschied feststellen.

Es gab Bedenken, daß eine Frühkastration einen geringeren Umfang zur Folge haben würde, was ein häufigeres Auftreten von Zysten und damit
zusammenhängenden Problemen mit sich bringen könnte. Dies scheint nicht der Fall zu sein.

Die größten Unterschiede zwischen den Gruppen wurden beim Vergleich sekundärer Geschlechtsmerkmale festgestellt.

Die Kater wurden auf Unterschiede in der Entwicklung des Penis, der Vorhaut und der hakenartigen Auswüchse untersucht.

Die hakenartigen Auswüchse waren bei den Katern der Gruppe 1 überhaupt nicht, bei den Katern der Gruppe 2 unterdurchschnittlich und bei den Katern der Gruppe 3 normal entwickelt. Bei der Untersuchung der Kätzinnen ergab sich, daß die Vulven bei den Kätzinnen der Gruppen 1 und 2 infantiler waren als bei den Kätzinnen der Gruppe 3.

Keiner dieser Unterschiede machte bei dem Versuch, den Katzen einen Katheterzu legen, Probleme.  Bedenken, daß die Entwicklung der Harnwege durch Frühkastration beeinträchtigt würde, waren offensichtlich unbegründet.

Die Ergebnisse dieser Studie zeigen bisher auf, daß die Unterschiede zwischen den Katzen der Gruppen 1 und 2 vernachlässigbar sind.

Obwohl die Unterschiede zwischen den Katzen der ersten Gruppen und der Gruppe 3 teilweise statistisch bedeutsam sind, scheinen sie die Gesundheit der Katzen nicht negativ zu beeinflussen.

Die Zeichen stehen eindeutig dafür, daß eine Frühkastration nicht gesundheitsschädlich ist, obwohl dies durch langfristige Folgeuntersuchungen
bestätigt werden muß.

Aus Sicht der Tierheime und im Hinblick auf das Problem ungewollter Jungtiere sind diese Ergebnisse ermutigend.

Wenn alle Tiere – Welpen und Kitten eingeschlossen – die aus Tierheimen adoptiert werden vor der Adoption kastriert bzw. sterilisiert werden, sollte es zu einem entsprechenden Rückgang der Zahl an eingeschläferten Tieren pro Jahr kommen.   Ergebnisse aus Alachua County in der Nähe der Universität von Florida in Gainesville scheinen diese Theorie zu untermauern.

Die Tierfänger des Alachua County arbeiten mit den Untersuchenden der Universität zusammen und setzen die Frühkastration seit 1990 ein. Kein Tier verläßt das Tierheim, ohne zuvor kastriert zu werden.

1987 wurden im Alachua County 1250 Hunde und Katzen pro Monat eingeschläfert. Seit der Einführung der Frühkastration fiel die Zahl der Einschläferungen auf 940 pro Monat; außerdem ist keine höhere Todesrate im Zusammenhang mit den Frühkastrationen festzustellen.

In den letzten Jahren erkannte man die Sicherheit und Effizienz der Frühkastration immer mehr.

Die American Humane Association bezeichnet die Frühkastration vor der Adoption aus einem Tierheim als eine angemessene Lösung zur Verringerung der Haustierüberbevölkerung und der Tragödie der daraus resultierenden Todesfälle.

Im Juli 1993 stimmten Abgeordnete der American Veterinary Medical Association für das Konzept der Frühkastration.

Arbeiten, die von Tierärzten am Angell Memorial Hospital für die Society for the Prevention of Cruelty to Animals (Gemeinschaft für die Verhinderung von Graumsamkeiten an Tieren) angefertigt wurden, unterstützen Dr. Bloombergs Beobachtungen.

Andere Organisationen, die ein Programm zur Frühkastration einsetzen sind die Denver Dumb Friends League ind Colorado, die Miami Humane Society and   Alachua County Animal Control in Florida, The Humane Society of Austin and Travis County in Texas, die Chicago Animal Control in Illinois, die King County Animal Control im Staat Washington, die Vancouver SPCA in British Columbia und die Southern Oregon Humane Society in Oregon.

Die Dekalb Humane Society in Decatur, Collie Rescue of Metro Atlanta, die
Georgia Alliance of Purebred Canine Rescuers, The Haven and Dog River
Sanctuary in Douglasville sind einige der Organisationen in Georgia, die
Frühkastration bei Hunden, Katzen und exotischen Tierarten einsetzen.

Die Cat Fanciers’ Assocition (CFA) hat seine Ausstellungsregeln insofern geändert, daß jetzt kastrierte Kitten an den Ausstellungen teilnehmen dürfen.

Viele Züchter von Rassekatzen arbeiten mit ihren Tierärzten zusammen und lassen Liebhaberkitten kastrieren, bevor sie in ihr neues Zuhause kommen.

Diese Züchter sagen, daß sie mit der Frühkastration sehr zufrieden sind.

Die neuen Besitzer der Liebhabertiere sagen, daß sie sich dank der Frühkastration keine Gedanken über die Operation und den damit verbundenen Kosten einer späteren Kastration machen müssen.

Genauso wie die Tierheime, müssen sich Züchter daher keine Sorgen machen,  daß die Kitten, für welches sie ein neues Zuhause gefunden haben, in Zukunft die Überbevölkerung an Haustieren verschlimmern.

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Frühkastration von Katzen
Infotext zur Herrchen gesucht - Sendung vom 18. August 2003
Von Barbara Willms

Katzen sind sehr fruchtbar :
Rein rechnerisch können aus einem einzigen Katzenpaar und seinen Nachkommen in zehn Jahren 80 Millionen Katzen werden!
Aber wohin mit dem Nachwuchs?
Auf diese Frage gibt es keine zufrieden stellende Antwort. Verwilderte Hauskatzen drängen sich längst auch in Deutschland am Rande der Städte, auf verlassenen Fabrikgeländen und anderen unwirtlichen Plätzen - dort endet so mancher "süße, kleine" Welpe, weil die Besitzer der Mutterkatze sich letztlich doch nicht darum kümmern, was aus jedem Katzenkind später wird. Es gibt aber leider keinen brauchbaren natürlichen Lebensraum für die Nachfahren der Tiere, die sich der Mensch über Generationen zu Haustieren herangezogen und erzogen hat.

Katzenelend massenhaft
Die vielen verwilderten Katzen finden weder ausreichend Nahrung noch gibt es echte natürliche Feinde. Wäre der Lebensraum intakt, dann gäbe es, wie immer bei einem natürlichen Gleichgewicht, andere wild lebende Tiere, die die Katzen als Nahrung erbeuten würden. Damit würde die Zahl auf natürliche Weise begrenzt. Solche natürlichen Feinde fehlen aber. Stattdessen begegnen die verwilderten Hauskatzen unkalkulierbaren Gefahren in einer vom Menschen bestimmten Welt: Das sind Autos, die sie überfahren, Jäger, die auf sie schießen, und sogar sadistische Menschen, die Katzen einzufangen und zu quälen versuchen - oder zu vergiften. Hinzu kommt: Infektionskrankheiten breiten sich massenhaft aus. Viele Katzen leiden an Leukose oder "Katzenaids". Gerade bei der Paarung selbst (der Kater beißt der Katze in den Nacken) und bei den vorangehenden blutigen Katerkämpfen um die Weibchen werden häufig Krankheiten weitergegeben.

Tierschützer kastrieren verwilderte Katzen und Kater
Tierschützer versuchen in Zusammenarbeit mit Tierärzten auch in Deutschland schon seit vielen Jahren, die verwilderten Katzen einzufangen und zu kastrieren. Die Tiere werden mit Futter in längliche Käfige ("Lebendfallen") gelockt, in die Tierarztpraxis gebracht und dort unter Narkose nicht nur kastriert, sondern meist noch schnell entfloht und anderweitig verarztet. Dann werden sie wieder frei gelassen.
Zur Klärung, da die Begriffe "Kastration" und "Sterilisation" oft missverständlich gebraucht werden: Die Kastration ist die operative Entfernung der Keimdrüsen. Beim Kater werden also die Hoden entfernt; bei der Katze die Eierstöcke und oft auch ein Teil der Gebärmutter (wenn medizinisch notwendig, auch die gesamte Gebärmutter) aus dem Bauchraum herausoperiert. Damit sind die Tiere nicht nur unfruchtbar (das allein würde schon mit einer Sterilisation, also der Durchtrennung der Samenstränge beziehungsweise Eileiter erreicht), sondern kastrierte Tiere haben auch keinen Fortpflanzungstrieb mehr. Das ansonsten durch die Geschlechtshormone gesteuerte typische Verhalten fällt weg: keine Paarung, kein Katerbiss in den Nacken der Katze, keine Prügeleien der Kater um Katzen. Damit werden nicht nur weiterer Nachwuchs und die weitere Ausbreitung von Infektionskrankheiten verhindert, sondern es wird den verwilderten Tieren dann auch möglich, aggressionsfreier in ihrem begrenzten Lebensraum zusammenzuleben.
Kastrieren, bevor es zu spät ist, denn Katzen werden früher geschlechtsreif, als man denkt.
Weibliche Katzen werden normalerweise mit etwa fünf oder sechs Monaten geschlechtsreif. Aber, so erklärt die Tierärztin Dr. Ulrike Morys in unserem Beitrag, es kann auch schon mit drei oder vier Monaten so weit sein: "Bei winter- oder spätherbstgeborenen Katzen haben wir das Phänomen, dass die schon mit drei oder vier Monaten geschlechtsreif sein können; das hängt mit der zunehmenden Tageslichtlänge zusammen. Die Tageslichtlänge hat einen extremen Einfluss auf den Sexualzyklus, das kennen wir ja auch; im Frühling gehen die Hormone immer so ein bisschen durch, und das ist bei Katzen auch so."
Generell gilt: Kater werden etwas später geschlechtsreif als die weiblichen Katzen.
Viele Menschen, die sich vielleicht nicht so gut auskennen, rechnen allerdings überhaupt nicht damit, dass "die Kleinen" schon sehr bald selbst Eltern werden können. Hartnäckig hält sich die falsche Vorstellung, Katzen könnten erst später Nachwuchs bekommen, so zum Beispiel, wenn sie ausgewachsen seien (das heißt mit 12 bis 14 Monaten) oder mit einem Dreivierteljahr. Aber das alles trifft eben nicht zu, und die Idee, bis zur ersten Rolligkeit "abzuwarten", ist keine gute Idee. Denn oft werden die ersten Anzeichen der Rolligkeit nicht erkannt, und das endet bei vielen Freigängerkatzen damit, dass sie unversehens trächtig nach Hause kommen. Die Kastration mit einem Sicherheitsabstand zur Geschlechtsreife, also je nach den praktischen Umständen (bei verwilderten Katzen zum Beispiel, wenn es gelingt, sie einzufangen) schon mit frühestens sechs, spätestens aber zwölf Wochen, ist die effektivste Methode, ungewollten Nachwuchs tatsächlich zu verhindern.

Vor- und Nachteile der frühen Operation selbst
Da die Tiere ja noch längst nicht ausgewachsen sind, sind auch die Geschlechtsorgane noch recht klein. Und dieser Umstand macht die Frühkastration im Vergleich zu der beim erwachsenen Tier vielleicht etwas filigraner, schwieriger. Auch besteht offenbar teilweise Unsicherheit, was die Dosierung des Narkosemittels angeht. Für Tierärzte mit Operationserfahrung ist das aber kein Problem. Im Gegenteil, meint die Tierärztin Dr. Ulrike Morys. Sie findet die Operation weit unkomplizierter als die eines ausgewachsenen Tieres: "Also, bei der Frühkastration sind die Vorteile: Wir brauchen geringe Narkosemengen; die Tiere vertragen es sehr gut; wir haben einen sehr kleinen Schnitt; wir haben es noch nicht mit viel Fettgewebe zu tun, denn die Tiere sind ja noch nicht verfettet; dadurch ist die Blutungsmenge sehr viel geringer; wir haben sehr selten Komplikationen, und die Tiere sind sehr schnell nach dem Eingriff wieder wach, dass die also im Geschwister- oder Familienverband wieder freigelassen werden können."

Früh kastrierte Katzen und Kater werden minimal größer
Mit drei, vier Monaten, Kater etwas später, wären die Tiere zwar schon fähig, Nachwuchs zu zeugen, aber sie sind noch nicht richtig ausgewachsen. Welche Folgen hat die Frühkastration auf Entwicklung und Wachstum? Dazu finden sich, je nach Quelle, widersprüchliche Vermutungen und Angaben. Häufig wird auf US-amerikanische Untersuchungen verwiesen. In Deutschland existieren bislang noch keine systematischen wissenschaftlichen Langzeitbeobachtungen, sagt Prof. Dr. Ingo Nolte, Direktor der Klinik für kleine Haustiere der Tierärztlichen Hochschule in Hannover, aber es gibt inzwischen doch schon einige Erfahrungswerte. Eines ist sicher: Früh kastrierte Katzen und Kater werden etwas größer, aber der Unterschied ist kaum sichtbar, es sind nur wenige Millimeter. Der Grund liegt im Fehlen der normalerweise wirkenden Geschlechtshormone, so erklärt Prof. Dr. Ingo Nolte: "Katzen, die frühzeitig kastriert werden, also sprich vor der ersten Rolligkeit, werden größer. Das heißt also, mit der Geschlechtsreife wird das Wachstum durch Hormone beeinflusst, indem es dann eben beendet wird, und wenn die Rolligkeit dann eben sozusagen nicht auftritt, dann schreitet das Wachstum auch länger fort."

Hat die Frühkastration Auswirkungen auf die Gesundheit?
Anders als bei der Hündin hat die Frühkastration bei weiblichen Katzen nicht die positive Wirkung, die Entstehung von Gesäugetumoren zu verhindern, stellt Prof. Dr. Ingo Nolte fest: "Bei der weiblichen Katze ist dieser Zusammenhang nicht sicher nachgewiesen; grundsätzlich unterscheiden sich die Entwicklung von Gesäugetumoren von Hund und Katze ganz erheblich, so dass also die Frage ist, ob da wirklich ein echter Zusammenhang besteht." Bislang keine Bestätigung sieht Prof. Dr. Ingo Nolte aber auch für die Befürchtung, die Harnröhre beim Kater würde nicht richtig auswachsen und dann später eventuell "verstopfen": "Lässt sich eigentlich nicht belegen, auch schon im Vergleich zum, egal, also, späteren Zeitpunkt durchgeführten Kastration beim Kater im Vergleich zu unkastrierten Katern, lässt sich da überhaupt keine Häufung herauslesen." Eine Gefahr für den Katerpenis besteht allerdings - theoretisch -, denn zwischen dem vierten und fünften Monat löst sich die Vorhaut ab, und wenn die Kastration genau während dieser Ablösung stattfindet, können sich kleine "Taschen" bilden, in denen sich später dann Schmutz ansammelt - und das kann zu Entzündungen führen. Aber das ist selten und lässt sich leicht vermeiden: Der Tierarzt muss eben den richtigen Zeitpunkt wählen.
Macht jede Kastration dick? Tendenziell ja! Alle kastrierten Katzen und Kater drohen dick zu werden. Das liegt nicht etwa am fehlenden Jagdtrieb, denn der bleibt - ob frühere oder spätere Kastration - voll erhalten. Es liegt daran, dass der Geschlechtstrieb fehlt, der Katze und vor allem Kater normalerweise auf Trab hält. Fällt der weg, haben die Tiere eine starke Antriebsquelle weniger - sie werden ruhiger und bequemer. Sie verbrauchen also weniger Energie. Das heißt für die Katzenbesitzer: Auf das Gewicht der Tiere achten, regelmäßig wiegen und gegebenenfalls das Futter rationieren.

Wie beeinflusst die Frühkastration das Verhalten?
Normalerweise würde der mit der Geschlechtsreife einsetzende Sexualtrieb nicht nur den Körper, sondern die gesamte Persönlichkeit und das Verhalten beeinflussen: eine Veränderung vom verspielten Tierkind zum paarungswilligen Fast-Erwachsenen, beim Kater übrigens weit auffälliger als bei der Katze. Durch die Frühkastration wird diese Veränderung verhindert, erklärt die Diplom-Biologin Dr. Willa Bohnet vom Institut für Tierschutz und Verhalten der Tierärztlichen Hochschule Hannover: "Wenn eine Katze oder ein Kater vor der Pubertät kastriert wird, wird man als Besitzer überhaupt keine Verhaltensänderung merken, das heißt, die Tiere bleiben so verschmust, wie sie es vorher waren; sie bleiben so verspielt. Sie werden sich nicht weiter als bisher vom Haus entfernen, sie werden weiterhin guten Kontakt zu Artgenossen haben, sofern sie das vorher auch hatten, gelernt haben." Die Frühkastration macht Katzen und Kater also ein Leben lang zu verträglicheren, "angenehmeren" Haustieren. Das gilt vor allem für Kater. Bei weiblichen Katzen ist der Verhaltensunterschied - abgesehen von den (ohne Kastration eintretenden) abgegrenzten Phasen der Rolligkeit, Trächtigkeit und Welpenaufzucht - weniger stark. Aber unkastrierte Kater sind immer paarungsbereit, und deshalb fällt der Verhaltensunterschied zwischen kastrierten und unkastrierten Katern auch immer stark auf.

Frühkastration bei reiner Wohnungshaltung?
Wenn es nicht darum geht, eine überraschend frühe Trächtigkeit zu verhindern, wenn man also zum Beispiel mit zwei Katzendamen in einer Wohnung lebt und die beiden nicht nach draußen kommen, kann man sich mit der Entscheidung für eine Kastration mehr Zeit lassen. Dennoch ist die Kastration auch von Wohnungskatern grundsätzlich sinnvoll, denn der einsetzende Geschlechtstrieb ist der Hauptgrund dafür, das die männlichen Tiere ihr Revier systematisch mit Urin markieren. Daher rät die Biologin Dr. Willa Bohnet: "Beim Kater würde ich auch sagen, auf jeden Fall kastrieren, weil man dann nämlich die Geruchsbelästigung nicht hat, und bei einer Katze kann man das von dem Individuum abhängig machen." Die Kastration wird notwendig, wenn eine frustrierte Wohnungskatze immer wieder rollig wird. Die Dauerrolligkeit ist eine hormonelle "Vergiftung". Die Katze ist unübersehbar leidend und unüberhörbar klagend. Das muss nicht passieren, aber es kann durchaus so sein. Die Katze dann nicht kastrieren zu lassen wäre Tierquälerei.

Wie "unnatürlich" sind Kastration und Frühkastration?
Fast jeder empfindet ein etwas befremdliches Gefühl bei der Vorstellung, dass so junge, noch längst nicht ausgewachsene Tiere kastriert werden sollen. Schließlich nimmt der Mensch einem Tier damit eine ganz wichtige Antriebskraft. Besonders der so frühe Eingriff, aber auch die Kastration generell werden oft als "unnatürlich" dargestellt. Das sind sie zweifelsfrei auch, aber vielleicht doch weitaus "tiergerechter" und verantwortlicher, als es im ersten Moment scheinen mag - wenn man sich einmal überlegt, welchen Lebensraum wir Menschen den Tieren zugewiesen haben. Wir haben nun einmal ehemals wild lebende Tiere über viele Generationen zu "Haustieren" gemacht, also bewusst zu möglichst angenehmen, unkomplizierten Gesellschaftern des Menschen. Inwieweit die Haltungsbedingungen, die wir bieten, den nach wie vor genetisch festgelegten Bedürfnissen der Haustiere entsprechen, wird aber viel zu wenig hinterfragt. Oft ist es fehlendes Wissen, oft eine (als selbstverständlich angenommene) Geringschätzung der Tiere und ihrer Bedürfnisse. Wie stark die Sexualität der Motor des Tier- und auch des Haustierlebens ist, wird unterschätzt. Aber: Wenn sie nicht ausgelebt werden kann (mangels Partnern und weil Nachwuchs unerwünscht ist), ist das nicht etwa "natürlich", sondern Tierquälerei, und daher argumentieren viele Tierschützer auch ganz konsequent wie die Tierärztin Dr. med. vet Ulrike Morys für die Frühkastration: "Warum soll ich einem Tier Sexualität quasi zumuten, wenn ich von vornherein weiß, dass es die Sexualität nie ausleben darf? Dann kann ich es ihr auch vorher nehmen, weil die Katze gar nicht wissen wird, was sie vermisst." Wer dieser konsequenten Überlegung folgt, kann nur zu einem Schluss kommen: Problematisch ist eigentlich weniger der konkrete Schritt der Frühkastration als vielmehr das gesamte Konzept der Haltung von Haustieren unter wenig natürlichen Bedingungen.

Fazit
Zur Verhinderung weiterer unerwünschter Vermehrung, der "Überpopulation", plädieren Tierschützer konsequent für die Frühkastration verwilderter Katzen. Das gilt auch für Freigängerkatzen (es sei denn, jemand ist in der glücklichen Lage, in einer sehr katzenarmen Gegend zu wohnen, und hat schon sichere Interessenten für jeden zu erwartenden Welpen). Bei reiner (geschlechtlich getrennter) Wohnungshaltung kann man eher im Einzelfall entscheiden; das gilt vor allem bei den weiblichen Katzen.

Mehr Informationen zum Thema finden Sie im Internet u.a. bei der Organisation CAT-CARE Tierhilfe Kassel e.V., die sich engagiert für die Frühkastration einsetzt:
www.cat.care.de

Quelle: WDR Sendung Tiere suchen ein Zuhause vom 25. Mai 2003. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.- Alle Angaben ohne Gewähr -

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